Sportbootführerschein – Teil See

Sportbootführerschein – Teil See2018-01-07T01:10:58+00:00

Der Sportbootführerschein ist der amtliche Befähigungsnachweis zum Führen von Sportbooten unter Segel oder Motor auf den Gebieten der Binnen- sowie Seeschifffahrtsstraßenordnungen und ersetzt seit 2017 die Sportbootführerscheine Binnen und See. Für den Erwerb des Sportbootführerscheins See (SBF-See) muss eine theoretische sowie ein praktische Prüfung absolviert werden. Dieser Schein ist Voraussetzung für die Zulassung zur Sportküstenschifferscheinprüfung (SKS).

Da diese beiden Scheine (SBF-See und SKS) sich auf das Führen von Booten beziehen, die rechtlich im gleichen Bereich der Seeschifffahrtsstraßenordnung befahren, bauen sie Lehrinhalte so aufeinander auf, dass die theoretische Ausbildung als Kombikurs sehr sinnvoll ist Dazu reduziert dies den Prüfungsumfang gegenüber Einzelprüfungen.

Theoriekurs

Unser Theoriekurs beginnt einmal jährlich im Januar und findet an 7 Abenden statt. Zur Vorbereitung auf die Theorieprüfung vermitteln wir alle Themen, die zum Bestehen wichtig sind – und darüber hinaus noch eine Menge Wissen, welches zum Führen eines Segel- bzw. Motorbootes unabdingbar ist. So können Sie die Winterzeit nutzen, um sich in aller Ruhe den theoretischen Grundlagen zu widmen.

Kursdaten, Preise sowie Lehrgangsort finden Sie im Downloadbereich.

Fundiertes, theoretisches Grund- und Fachwissen ist im Segelsport das A & O um später, in der Praxis auf dem Wasser zu verstehen, warum und mit welchen Maßnahmen ein zielgerichtetes, geordnetes, und sicheres Segeln / Motoren nach gesetzlichen Vorgaben und Regeln möglich ist.

Vielleicht sagen Sie jetzt: Aber heutzutage gibt es Google und gute Apps, da lerne ich die Theorie doch lieber autodidaktisch. Für Teilbereiche der Lehrinhalte mag das funktionieren. Zum Beispiel, dass ein kurzer Ton als Schallsignal ca. 1 Sekunde lang ist. Das muss man einfach auswendig lernen. Navigation dagegen bedeutet, unter Berücksichtigung naturgegebener, dynamischer Einflüsse, sicher von A nach B steuern zu können. Hier geht es darum nautische Grundlagen zu erlernen und zu ver­stehen, sowie die benötigten naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten und deren Einflüsse kennenzuler­nen.

Mit diesem Wissen üben Sie in unseren Kursen rechne­risch und zeichnerisch Aufgaben zu lösen und zu interpre­tieren, und die Ergebnisse fachgerecht in die Seekarte zu übertragen. Das kann man nicht auswendig lernen. Und, Sie werden sehen wie oft Sie an einem Punkt einfach nicht mehr weiter kommen. Statt zu verzweifeln, sind Sie dann froh, eine Fachkraft an Ihrer Seite zu wissen, die „den Gedankenknoten“ dann wieder löst.

Wir erleben in jedem Kurs, wie überfordert und scheinbar erschlagen anfangs Teilnehmer von diesen Navigations­aufgaben sind. Aber auch, wie souverän sie diese Aufga­ben, nach guter didaktischer Aufbereitung und einiger persönlicher Hilfestellungen, danach lösen. Daher legen wir unseren Schwerpunkt auf praxisgerechtes, betreutes Üben und Lernen statt Frontalunterricht. Das betrifft natürlich alle Fachthemen, die Navi­gation steht hier nur exemplarisch, da dieser Bereich, leider, am häufigsten unterschätzt wird und dann in der Prüfung Probleme bereitet. Aber, keine Sorge, mit uns schaffen Sie das!

Natürlich werden alle Prüfungsinhalte in der Ausbildung besprochen, geübt und vertieft. Wir orien­tieren uns dabei an der aktuellen Prüfungsordnung und geben Ihnen wichtige Tipps, welche Bücher, Übungsaufgaben, oder Übungsbögen für Sie von Vorteil sind. Und – an Ihrem letzten Unterrichts­abend, natürlich mit dem Übungsschwerpunkt der Navigationsaufgaben / Prüfungssimulation, wer­den Ihnen bis zu 3 Referenten im Kurs zur Seite stehen. Mit dieser intensiven und individuellen Be­treuung werden Sie dann gut gerüstet in Ihre Prüfung gehen – und bestehen.

Und was passiert nach der bestandenen Theorieprüfung?

Ja dann gratulieren wir Ihnen erst einmal recht herzlich und lassen Sie, in Ihrem weiteren segleri­schen Vorhaben, nicht im Regen stehen. Jetzt folgt aber erst noch der praktische Teil, die Motorbootausbildung auf dem Main oder Rhein. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Für die Praxisausbildung arbeiten wir mit 2 Motorbootfahrschulen auf dem Main und Rhein zusammen. Diese übernehmen die Motorbootausbildung und stellen auch die Prüfungsboote für die Prüfung. Mehr Infos dazu, wie auch die aktuellen Prüfungstermine, erhalten Sie in Ihrem Kurs: SBF-See.

Der Sportbootfüherschein (SBF) ist die amtliche Erlaubnis zum Führen von Sportbooten und gliedert sich in den Sportbootführerschein mit dem Geltungsbereich Binnenschifffahrtsstraßen (SBF-Binnen) und dem Geltungsbereich Seeschifffahrtsstraßen (SBF-See).

  • Auf den Binnenschifffahrtsstraßen ist der SBF-Binnen vorgeschrieben für Fahrzeuge unter 20 Meter Länge (ohne Ruder und Bugspriet) und/oder einer größeren Nutzleistung als 11,03 kW (15 PS); auf dem Rhein ist er vorgeschrieben für Fahrzeuge unter 15 Meter Länge und/oder mit einer größeren Nutzleistung als 3,68 kW (5 PS). Er kann als Sportbootführerschein Binnen unter Segel, mit Antriebsmaschine (nur für Motorboote) oder mit Antriebsmaschine und unter Segel (für Motor- und Segelboote) erworben werden.
  • Auf den Seeschifffahrtsstraßen (bis zu drei Seemeilen) ist der SBF-See zum Führen von Sportbooten mit Antriebsmaschine (Motorboote und Segelboote) vorgeschrieben für Fahrzeuge mit einer größeren Nutzleistung als 11,03 kW (15 PS). Vorgeschrieben ist er auch zum Führen von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten (Charterschiffen).

Mindestalter
16 Jahre (15 Jahre und 9 Monate am Tag der Prüfung)

Tauglichkeit
Vorlage „Ärztliches Zeugnis für Sportbootführerschein-Bewerber“. Ein durch Prüfung erworbener Sportbootführerschein ersetzt das ärztliche Zeugnis bei einer Prüfung zum Erwerb des Sportbootführerscheins für einen anderen Geltungsbereich oder eine andere Antriebsart, sofern er zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als ein Jahr ist.

Zuverlässigkeit
Vorlage eines gültigen Kfz-Führerscheins oder Führungszeugnisses, auf die jeweilige Vorlage wird bei Minderjährigen verzichtet.

Bei Minderjährigen
Unter 18 Jahren  Zustimmung des gesetzlichen Vertreters