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Hanseatischer Segel Sport Club
Frankfurt am Main e.V.
Unser Geschichte

Segeln ist älter als Fliegen. Die Anfänge sind nicht genau zu ermitteln, doch schon die alten Phönizier und Ägypter wußten trefflich mit Segelfahrzeugen umzugehen.

Das Fliegen begann nach allgemeiner Auffassung mit dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright im Jahre 1903, obwohl vorher schon andere, wie z.B. Lilienthal (1894), sich damit befasst hatten. Auch geht hier die Sage zurück bis in die Zeit der alten Griechen.

Beim HSSC war es umgekehrt. Zuerst bestand die Fliegerei in Form einer Fluggesellschaft namens Lufthansa. Schon während des Aufbaus nach dem Krieg bildeten sich kleine Gruppen, die die Liebe zum Segeln teilten, aber nichts voneinander wußten, weil sie in verschiedenen Unternehmensbereichen tätig waren.

Etwa 1968 hörte man rein zufällig voneinander und schloß sich zu einer Interessengruppe zusammen. Damals bestand schon der Lufthansa-Sportverein, der um die Sparte Segeln erweitert wurde. Es wurde zusammengelegt und mit Hilfe der DLH erstand man ein Segelboot vom Typ Koralle.

Erster Liegeplatz war der gerade neu geschaffene Wiesensee bei Pottum im Westerwald.

Man diskutierte die Teilnahme an Regatten oder anderen seglerischen Aktivitäten. Damit begann das Sammeln von Erfahrungen.

Regatten konnte nur ein Verein mit Mitgliedschaft im DSV segeln. In den DSV konnten nur Vereine eintreten, die im Landessportbund waren. In den Landessportbund wurden damals keine Betriebssportgruppen aufgenommen, der beitrittswillige Verein musste Mitglied im Hessischen Segler-Verband sein. Das alles führte zur Gründung des HSSC Frankfurt am Main e.V.

Zwar galt es einige "verwaltungstechnische" Regelungen mit der Lufthansa zu treffen, denn nun paßte man nicht mehr so ins Konzept des Betriebssportvereins, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Am 1. Juli 1971 wurde der HSSC gegründet und am 5.7.1997 unter der Nummer 6495 ins Vereinsregister der Stadt Frankfurt am Main eingetragen.

Der damalige Vorstand setzte sich zusammen aus Winfried Gaumitz, 1. Vors.; Gitta David Körner, 2. Vors.; Hans-Joachim Thumm, Kassierer; Edith Schröder, Schriftführerin; Günter Timmermann, Sportwart. An dieser Stelle sei allen damals ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern noch einmal Dank und Anerkennung ausgesprochen. Sie haben maßgeblich zum Aufbau und Erfolg des Vereins beigetragen.

Der Platz reicht nicht, um alle Namen zu nennen, aber diejenigen, die diese Zeilen lesen, wissen, daß sie dazugehören. Mit dabei waren auch leider die viel zu früh verstorbenen Mitglieder Jürgen Guzmer, Peter Gehrels, Hans-Joachim und Oliver Thumm.

Den eingangs beschriebenen Marsch durch die Instanzen brachten wir hinter uns und es begann die theoretische und praktische Ausbildung unserer Mitglieder zur Erlangung des A-Scheines.

Der Pottumer Wiesensee stellte sich bald als zu weit entfernt für das Freizeitsegeln heraus. Wir pachteten Liegeplätze in der Marina Mainpark-Nizza in Hanau-Steinheim und vergrößerten nach und nach die "Flotte" um drei Lis-Jollenkreuzer und ein kleines Motorboot.

Die Jahre in Steinheim waren eine schöne Zeit für den Verein. Trotz der örtlichen Beschränkungen arbeitete der harte Kern mit viel Einsatz und gutem Willen am Auf- und Ausbau des Vereins.

Einige Mitglieder und beim HSSC ausgebildete Segler gründeten sogar den Segelclub Hochheim e.V. Dies war eine ganz natürliche Entwicklung, die sich aus der Entfernung der Wohngebiete ergab. Uns verbindet nach wie vor ein ausgesprochen gutes Verhältnis zum SCHo, der sich ebenfalls prächtig entwickelte. Er hat uns sogar ein schönes Clubhaus voraus.

Nach sieben Jahren traf uns dann die Nachricht vom geplanten Abriss der Marina in Steinheim. Sie sollte der Begradigung des Mainbogens im Zuge des Ausbaus des Mains zum Rhein-Main-Donau-Kanal dienen. (Die Baumaßnahmen fielen der Finanznot zum Opfer.)

Die Reviersuche begann aufs neue. Zwei Jahre verbrachten wir in Kahl am Main bei der Marina Lässig. Die Liegeplätze waren schön und die Verpächterfamilie nett und hilfsbereit. Das große Problem war der Wind, der - am Main sowieso nicht üppig - noch von der Uferbebauung und den Bäumen abgedeckt wurde. 1984 begann dann das hoffentlich letzte Kapitel "Revier". Wir pachteten Land- und Wasserliegeplätze im Sportboothafen Mainkur.

1991 übernahm die Stadt Maintal den Hafen.

Seitdem ist die Zusammenarbeit sehr Vertrauensvoll. Auch von dem neuen Hafenmeisterehepaar sind alle begeistert. Unsere Hoffnung, eine dauerhafte Situation geschaffen zu haben, führte dazu, daß wir in Maintal einen Zweigverein gründeten mit dem Ziel, im dortigen Umkreis einen Segelverein anzusiedeln und die lokalen Bevölkerungskreise anzusprechen.

Die Ausbildung vor Ort verdient größte Aufmerksamkeit. Nachwuchs und Ausbildung sind die Voraussetzungen für alle anderen Aktivitäten. Auf ihnen basiert die Möglichkeit zu Hochseetörns, verbunden mit der dazugehörigen Schulung auf den höheren Gebieten des Segelns, wie Navigation, Wetterkunde, etc.

Eine weitere gute Entwicklung hat unsere 1990 begonnene Zusammenarbeit mit der Betriebssportgruppe der Dresdner Bank genommen. Sport und Ausbildung haben davon profitiert.

Zum Schluß möchte ich noch meiner Freude über unser Gerätehaus Ausdruck verleihen. Auch daran ist ersichtlich, was Einsatz und Eigeninitiative zustande bringen. Nun fehlt nur noch ein gutes Winterlager. Aber auch für die nächsten 25 Jahre muß es was zu tun geben.

Ich danke allen Verbänden, Behörden und sonstigen Freunden, die uns geholfen und unterstützt haben und würde mich freuen, wenn sie uns weiter wohlwollend begleiten.

In der Hoffnung, das 50-jährige Jubiläum des HSSC in guter Verfassung zu erleben, wünsche ich Ihnen und uns Mast- und Schotbruch und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Winfried Gaumitz
Kommodore