Mal was anderes als Mainsegeln?

Dann bist du hier genau richtig – am Biggesee. Deutschlands fünftgrößter Binnenstausee bei Olpe (150 km von Frankfurt) bietet „alles“ für das Seglerherz und die ganze Familie. Der Pkw-Parkplatz vor dem Wassersportverein Biggesee (WSVB), der Campingplatz „4 Jahreszeiten“ direkt neben dem Bootsplatz, die Attahöhle, Bieketurm in Attendorn, Burg Schnellenberg … .

Doch zurück zum Segeln. Unseren Vereinsmitgliedern der Commerzbank BSG Segeln und des HSSC steht seit April 2019, nach Absprache, während der Segelsaison, unsere Lis-Jolle „green cloud“ auf einem Wasserliegeplatz zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Dabei gibt es ein klein wenig zu beachten sodass wir dich bitten, bevor du gleich startest, die Rubrik „Benutzung der Lis-Jolle“ genau zu lesen. Diese, sowie den gesamten Text, kannst du auch hier als Segeln am Biggesee – Anfahrt und Bootsaufbau herunterladen.

Die Lis-Jolle liegt am Steg 1 des Segelvereins WSVB-Olpe, dessen Anlage (Vereinsheim, sanitäre Anlagen) wir mitbenutzten können. Näheres über den Segelvereins WSVB-Olpe gibt es im Internet.

Am Eingang des Geländes und an den Türen zu den sanitären Anlagen sind Pincode Leser. Diese einschalten und 335516 eingeben. Dann lässt sich der Drehknopf drehen und der Zugang ist frei. Sollte jemand nachfragen, wir sind dort Gastlieger von der Commerzbank BSG Segeln Frankfurt.

Das Vereinsheim bietet, wenn es geöffnet ist, Essen, Trinken und eine tolle Aussicht.  Hierfür bitte die Bestellzettel, die der Wirt im Lokal bereithält, ausfüllen und Gast ankreuzen.

Man fährt die A45 von Frankfurt kommend Richtung Dortmund und fährt dann die Abfahrt 18 Olpe runter Richtung Attendorn. Dann der Beschilderung immer Richtung Attendorn fahren. An Sondern geht es vorbei bis zum folgenden Kreisel. Dort die erste Abfahrt wieder raus, am Restaurant Seesicht vorbei und direkt danach links. Dort, direkt vor der Talbrücke, ist das Gelände des Wassersportverein Biggesee (WSVB).

Koordinaten:
51°04’30.7″N 7°51’25.5″E
51.075187, 7.857070

Benutzung der Lis Jolle “green cloud”

Die Lis-Jolle „green cloud“ liegt am Steg 1 (erster Steg aus Richtung Brücke) beim WSVB-Olpe und steht den Mitgliedern der BSG und des HSSC nach Absprache zur Verfügung.

Die Schlüssel zu den Staufächern im Bug und Heck hängen am Baumbeschlag unter der Persenning.

Bestandsliste:

Im Boot befinden sich:

  1. Vorsegel mit Schot im Segelsack
  2. Hauptsegel im Segelsack
  3. Steuerruder mit Pinne und Ausleger
  4. Zwei Regattawesten
  5. Pütz
  6. Zwei Klappanker mit Leinen
  7. Zwei Fender
  8. ZweiPaddel
  9. Diverse Spanngurte
  10. Festmacherleinen
  11. Bootspersenning

Aufbau des Bootes:

Das Boot befindet sich z.Z. am Steg 1 (1. Steg an der Talbrücke) auf der rechten Seite von Land aus gesehen. Es ist mit einer Vor, einer Heckleine, sowie mit einer Achterspring festgemacht. Die Achterspring nur an der Want aushaken und die Leine am Steg lassen. Die Vor und Heckleine soll an Bord bleiben beim Segeln.

Persenning entfernen und an Land verstauen. Es empfiehlt sich das Boot mit den Paddeln an das Stegende zu fahren und dort die Segel zu setzen. Aus der Box zu segeln kann aus Platzgründen problematisch werden. Ebenso bitte nach dem Segeln die Segel am Stegende herunternehmen und in die Box zurück paddeln.

Vorsegel:

Hier hat die Lis ein paar Eigenheiten. Das Fockfall ist eine umlaufende Konstruktion. Damit es nicht ausrauscht, ist eine Hilfsleine befestigt. Es gibt ein festes Vorstag, ein Rollreff und eine Taille zum durchsetzen des Falls.

Das Segel wird mit dem Schäkel auf der einen Seite der Reffrolle befestigt. Darauf achten das die Reffleine aufgerollt ist wenn das Segel ausgerollt ist. Eine Seite des Drahtseils am Kopf des Segels anschäkeln und die Stagreiter in das Vorstag klinken. Das Segel hochziehen, die Hilfsleine entfernen und das Fall an die Taille anschäkeln.

Nun kann über die Taille das Segel durchgesetzt werden. Dann wird es über die Rollreffleine eingerollt und in der Curryklemme gesichert. (Siehe Bilder Vorsegelkonstruktion)

Die Schoten beidseitig in die Umlenkrollen führen und mit Achtknoten sichern.Die Hilfsleine hat dann keine Funktion mehr und kann verstaut werden.

Darauf achten das der Wirbelschäkel am Mast oben ungehindert drehen kann, sonst geht das Segel nicht gut auf.

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Großsegel:

Das Großfall wird am Steg zum hochhalten des Baumes als Dirk benutzt. Es muss von der Baumnock gelöst und mit dem Schäkel am Segelkopf befestigt werden. Den unteren Teil des Vorliek in den Mast einführen und das Unterliek in den Baum einfädeln. Darauf achten das der Plastikrutscher auch in der Schiene steckt. Der Unterliekstrecker wird an der Baumnock umgelenkt und in der Curryklemme befestigt. Das Vorliek nun nach oben in den Mast einführen und so erstmal mit dem Großfall sichern (Karabinerhaken). Zum Großsegel setzen das Großfall ziehen und straff an der Klampe am Mast belegen. Die Höhe des Baumes kann nach lösen der Flügelmutter variiert werden.

Achtung, sollte der Baum verdreht sein kann dieser ein Stück nach hinten gezogen werden und ist dann drehbar bis er wieder eingerastet wird.

Ruder und Pinne:

Das Ruder wird in die 2 Zapfen am Heck eingeführt und mit der Klammer gesichert. Die Pinne steckt in der Halterung und hat eine Leine zu Aufholen und eine zum Niederholen des Ruders. Diese sind über Klemmen gesichert. Das Ruder direkt am Steg in der Box montieren. Um das Ruder abzunehmen muss die Klemmfeder reingedrückt werden.

Schwert:

Das Schwert ist bei diesem Boot recht schwer. Es wird mit der roten Taille in der Mitte auf dem Schwertkasten bedient. Wird die Leine gefiert, geht das Schwert runter und ist dann mit der weißen Leine die aus dem Schwertkasten kommt zu sichern. Ansonsten sind bei einer Kenterung Probleme vorprogrammiert. Das Schwert fällt durch sein Gewicht in den Schwertkasten, lässt sich dann nicht mehr herausbekommen und damit die Jolle nicht mehr aufrichten!

Trimmung der Lis-Jolle
Optimal ist die Jolle getrimmt, wenn sie ohne Ruderdruck geradeaus segelt.

Leegierigkeit
bedeutet, das Boot will abfallen, also vom Wind wegdrehen. Steht der Mast in den Krallen an Deck zu weit vorne, will das Boot, da der Segelschwerpunkt nicht mit der Drehachse (Lateralflächenschwerpunkt) übereinstimmt, durch den Winddruck, abfallen. Abhilfe: Versetzen des Mastes auf der Deckskralle nach hinten, und stärker Neigung des Mastes nach achtern. Erreichen könnt ihr das, wenn ihr die Wanten ein Loch kürzer in die Lochbleche einhängt und den Vorstagspanner etwas nachlasst. Dazu sollte das Schwert komplett raus sein, damit steht es weiter vorne und der Schwerpunkt des Lateralplans liegt entsprechend etwas vorlicher.

Luvgierigkeit
Anluven bedeutet, das Boot will in den Wind drehen. Das geschieht wenn der Segelflächenschwerpunkt zu weit hinten liegt. Hier sorgt der Winddruck in umgekehrter Weise für ein Drehmoment in entgegengesetzte Richtung wie oben beschrieben. Der Mast muss daher in der Deckskralle weiter nach vorn gesetzt bzw. weniger nach hinten geneigt wird. Achtet aber darauf, dass der Mast nicht nach vorne (über die Lotrechte hinaus) geneigt wird, da sonst, durch das fehlende Achtenstag, bei achterlichem Wind die Gefahr besteht, dass der Mast nach vorne durchknickt.

Das Schwert könnt ihr etwas aufholen, damit der Lateralflächenschwerpunkt nach hinten verschoben wird. Bei starkem Wind und entsprechender Schräglage wird ein Boot, bedingt durch seine Rumpfform, immer etwas luvgieriger sein. Wer Abdrift und Luvgierigkeit reduzieren will segelt möglichst aufrecht.

Gewichtstrimm
Die Lis ist tendenziell etwas hecklastig. Daher sollten schwerere Gegenstände im Vorschiff untergebracht werden. Zum optimalen Gewichtstrimm sollten Vorschoter und Steuermann eher vorlicher sitzen, besonders der Steuermann sollte, den Grundregeln entsprechend luvseitig möglichst vorlich sitzen um die Heckverwirbelungen möglichst gering zu gehalten.

Das ist das kleinste Problem. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe „GreeCloudSegler“ angelegt, in die du dich gerne eintragen lassen kannst. Eine kurze Anfrage dort und du erreichst alle Interessenten. Dort werden wir auch auf aktuelle Veränderungen hinweisen wie die Saisonzeiten, in der die Lis-Jolle genutzt werden kann.

Die Gruppenverwaltung obliegt Uwe: Uwe.rehberger@hssc-frankfurt.de   oder Tel.: 0172 6651259.

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Direkt nebenan befindet sich der Campingplatz „4 Jahreszeiten“.
Wer nicht campen will kann auch ein Zimmer in einer Pension in Sondern buchen.

Weitere Informationen zu Unterkunftsmöglichkeiten und Aktivitäten im Raum Sondern findet ihr unter: www.sondern-biggesee.de